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Kilianskompanie schlägt neues Kapitel auf

Jan-Philipp Grefe zum neuen Hauptmann gewählt

Nach zehn Jahren an der Spitze der Kilianskompanie wurde nun ein Wechsel vollzogen. Hauptmann Jens-Peter Duckert, der die Kompanie seit 2007 geführt hatte, übergab sein Amt an Leutnant Jan-Philipp Grefe. Zuvor war Grefe einstimmig durch die Kompanieversammlung bestätigt worden.

In seinem letzeten Bericht als Kp.-Chef, hatte Duckert das vergangene Schützenjahr Revue passieren lassen und erinnerte noch einmal an die Highlights. Mit einer persönlichen und emotinalen Rede, bedankte sich der scheidende Hauptmann bei seiner Kompanie und den Vorstandmitgliedern, für die stets vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit während seiner Amtszeit. Er ermutigte die Kompaniemitglieder sich auch weiterhin für die Gemeinschaft einzusetzen.

Nach weiteren Berichten des Kompaniefeldwebel, des Zahlmeisters und des Schießoffiziers, wurde dem Vorstand die Entlastung erteilt. Hauptmann Jörg Balk übernahm die Funktion des Versammlungsleiters und bat um Vorschläge für das Amt des Kompanieschefs.

Auf Vorschlag des Oberst, bekundete Jan-Philipp Grefe seine Bereitschaft die Kompanieführung zu übernehmen. Nach dem einstimmigen Votum durch die Versammlung übergab Jens-Peter Duckert seinem Nachfolger das Ärmelband des Kompaniechef´s.

Keine Überraschungen gab es im Amt des Kompaniefeldwebels. Hier wurde Wiederwahl vorgeschlagen, nachdem Bernd Sommerfeld erklärt hatte auch weiterhin als Spieß zur Verfügung zu stehen. Auch im  Amt des Zahlmeisters gab es keine Veränderung. Ralf Meier, der die Kompaniekasse bereits seit 18 Jahren führt, hält auch weiterhin das Kompanievermögen zusammen.

Zum neuen stellvertretenden Kompaniechef bestimmte Jan-Philpp Grefe den Oberleutnant Jens Leuschner, was von der Versammlung begeistert aufgenommen wurde.

Alle weiteren Vorstandsmitglieder wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt, neu bei den Fahnenoffizieren ist Bianca Feist.

Bilder | Bericht | SGS

Neujahrsempfang zum Auftakt des Schötmaraner Schützenjahr

Der traditionelle Neujahrsempfang der Schützengesellschaft konnte in diesem Jahr zwar nicht wie gewohnt im Schloss Stietencron stattfinden, dafür wurde in der Begegnungsstätte Schötmar ein Veranstaltungsort mit nicht minder stimmungsvollem Ambiente gewählt.

So konnten Vorsitzende Major Uwe Deppe und Kommandeur Oberst Volker Schreiber, neben Bürgermeister Roland Thomas, Alt-Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf und der stellvertretenden Landrätin Kerstin Vieregge, auch die MDB Cajus Caesar und MDL Ute Schäfer unter den zahlreich erschienenen Gästen aus Kirche, Politik, Industrie, Wirtschaft, Geschäfts- und Vereinswelt begrüßen.

Ein besonderer Gruß galt dabei der Salzufler Führungsspitze mit ihrem neuen Vorsitzenden Thomas Riepe, Oberst Detlef Bollhöfer und König Kenneth II. Lewis. Musikalisch begleitet wurde der Empfang wieder durch das Trio „Free Fall.

Nach seiner Begrüßungsansprache übergab Vorsitzender Uwe Deppe das Wort an Dr. Stefan Wiesekopsieker dem Vorsitzenden des Heim- und Verschönerungsvereins, für seinen Vortrag: „Schötmar und seine Schützen – Kurioses aus drei Jahrhunderten“.

Wer hier nun einen trockenen historischen Vortrag erwartet hatte sah sich getäuscht. Dr. Wiesekopsieker wusste ein ums andere Mal das Publikum zu begeistern und mit Anekdoten zum Lachen zu bringen. O-Ton:

„Als Sie, Herr Deppe, mich vor vielen Wochen anriefen und fragten, ob ich beim heutigen Neujahrsempfang etwas aus der Geschichte der Schötmaraner Schützengesellschaft vortragen könne, habe ich sofort zugesagt – klar, dachte ich, da findet sich bestimmt und recht rasch etwas, das den von Ihnen genannten Kriterien entspricht: Kurzweilig, bloß nicht so viele Zahlen, amüsant, noch nie gehört usw.. Insofern war der Titel zu den heutigen Worten fix formuliert: „Kurioses aus drei Jahrhunderten“.

Doch, Pustekuchen! Als ich mir dann die Festschriften zu den Jubiläen der Gesellschaft aus den Jahren 1957 und 1982 angesehen habe, um zu gucken, was ich nicht erwähnen darf, weil es schon allgemein bekannt ist, da merkte ich, worauf ich mich eingelassen hatte.“

Trotz dieser Einleitung hatte er doch manch Kurioses „ausgegraben“, O-Ton: „Interessant ist auch die Diskussion zu Mitte der 1860er Jahre: Benötigt der beste Schütze, also der Schützenkönig, eine Königin? „Abschaffen“ sagen die einen, „beibehalten“ die anderen. Mir sind die Vor- und Nachteile aus den Unterlagen nicht ganz klar geworden, aber schließlich einigte man sich im Vorstand auf einen Kompromiss: Wer eine Königin haben möchte, kann sie sich erwählen; wer darauf verzichtet, erhält 5 Reichstaler! Wofür, frage ich mich? Und so wohl auch viele andere, denn diese Regelung wurde bereits 1869 wieder abgeschafft, offenbar wurde die Anwesenheit der Damen doch als wertvoller empfunden als der schnöde Mammon.“

Langanhaltender Applaus brandete nach Abbrennen eines wahren Kuriositäten-Feuerwerks auf. Anschließend stellte der Oberst das „Schötmaraner Schützenjahr“ vor.

„Als Schützen Verantwortung für Schötmar übernehmen! Das wollen wir, das tun wir! Wie Sie wissen, haben wir derzeit keinen Schützenkönig in Schötmar. Ich berichtete beim letzten Neujahrsemfang, dass wir uns dieser Situation konsequent stellen würden. Und das haben wir getan. Neue Gremien haben wir ins Leben gerufen, die unsere Zukunftsentwicklung erarbeiten und umsetzen. Erste sichtbare Ergebnisse haben Sie 2016 bereits erlebt: Das Osterfeuer und das Kiliansfest.

Mit dem Ansatz „Die Stadt braucht starke Einheimische“ haben wir begonnen, uns selbst und die Schötmaraner Bevölkerung aufzurütteln. Hieraus haben wir gelernt und entwickeln diesen Ansatz weiter. Nach 285 Jahren Schützen in Schötmar haben die Bürgerinnen und Bürger ein Recht auf ihr Schützenjahr in Schötmar.

Noch stärker als 2016 wollen wir in diesem Jahr Anreize für die einheimische Bevölkerung schaffen. Wir wollen zeigen, dass es in Schötmar noch immer einen Gemeinschaftsgeist gibt. Wenn wir Schützen rufen, antworten die Bürger!

Das vor uns liegende Jahr ist wieder ein Schötmaraner Schützenfest-Jahr. Wie Sie wissen, wechseln wir uns mit den Salzufler Kameraden hiermit ab. In Schötmar wird dieses Jahr alle Aufmerksamkeit auf die Frage gerichtet sein, ob unser Stadtteil wieder einen neuen König haben wird. Wird es gelingen? Fiebern Sie mit uns!

Vom 23. bis 26. Juni füllen wir Schötmar wieder mit Marschmusik und Schützengeist und dabei vier Tage lang, zusammen mit allen Bürgerinnen und Bürgern, feiern. Jeder Schützenfesttag hat dabei sein eigenes Motto, womit wir die neuen Kooperationen und unsere neuen Ansätze zum Ausdruck bringen.

Nach seinem Schlussstatement, Wir sind starke Einheimische. Wir sind in Schötmar gemeinsam unterwegs“, erhielt auch er kräftigen Applaus.

In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Roland Thomas das Engagement der Schötmaraner Schützen, die mit aller Kraft ihren Beitrag zu einem friedvollen und gemeinschaftlichen Stadtleben liefern. Die Schützen zeigen, „Die Stadt hat starke Einheimische“.

Abschließend lud Vorsitzender Uwe Deppe die Anwesenden zu Sekt, Kanapees und netten Gesprächen ein, wovon alle Teilnehmer am Neuharsempfang auch gern Gebrauch machten.

Bilder & Bericht | Michael Schüler

Überraschender Erfolg beim Spendenmarathon

Schötmaraner Schützen SPENDEN sich weiter nach vorn!

Wer hätte das gedacht. Nach dem dritten Platz beim Blutspende-Marathon im vergangen Jahr ging es in diesem noch einmal einen Platz aufwärts.

Dank der Spendenbereitschaft unter den Schützenschwestern und Schützenbrüdern, überreichte Bürgermeister Roland Thomas jetzt die von der Volksbank Bad Salzuflen, der Sparkasse Lemgo und AOK NORDWEST gestifteten Geldpreise an die Vereine. Für den 2. Platz durfte sich die Schützengesellschaft Schötmar in diesem Jahr über 500 Euro freuen.

In seiner kurzen Ansprache betonte der Bürgermeister, dass die Vereine nicht nur ihre Solidarität mit den lebenswichtigen Spenden zum Ausdruck gebracht, sondern auch Verantwortung für die Gesellschaft übernommen hätten. Außerdem stellte er die Win-Win-Situation für alle besonders heraus: mit dem gespendeten Blut sei potentiellen Empfängern geholfen und die siegreichen Vereine werden dafür zur Unterstützung ihrer Vereinsarbeit finanziell belohnt.

Sieger, Verantwortliche und Sponsoren nach der Ehrung:
(vordere Reihe v. l.) Vorsitzender Frank Herholt (Shotokan), Oberst Volker Schreiber (SG Schötmar) und Vorsitzender Jörg Reipke (TuS Lockhausen) sowie (2. Reihe v. l.) Schirmherr Bürgermeister Roland Thomas, Dr. Wolfgang Engel (Blutspendezentrum), Benjamin Kramer (Vorsitzender SSV), Matthias Schalk (DRK) sowie (hintere Reihe v. l.) Jürgen Wellpott (Volksbank), Gerhard Schäfer Nolte (AOK Nordwest) und Christoph Vieregge (Sparkasse).

Die Bilanz: 223 Blutspender hatten teilgenommen, 28 von ihnen waren Neuspender. Dies entspricht einer Quote an Neuspendern von rund 13 %.

Super gemacht Leute, vielen Dank für Eure Unterstützung!!!

Bilder | Michael Schüler | SGS

Bataillons-Schnatgang

Zum gemeinsamen Bataillons-Schnatgang 2.0 konnten unser  Vorsitzender Uwe Deppe und der Salzufler Oberst Detlef Bollhöfer, gut 90 Mitglieder vor dem Haupteingang des Schötmaraner Schlosspark begrüßen. Nach einem kurzen Gruppenbild vor der Kullisse des Schloss Stietencron wurde das erste Etappenziel, der Betrieb der br_richter Bruno Richter GmbH, angesteuert.

Chefadjutant und stellv. Oberst Michael Richter, hatte die „Schnatgänger“ auf einen Zwischenstopp eingeladen und eine der Hallen für den Empfang geräumt. Schon vor unserer Ankunft hatte Btl.-Zahlmeister Werner Fink und das Team „Lilo, Monika und Sabine“ die Arbeit aufgenommen, um alle Teilnehmer mit frisch belegten Mettbrötchen zu versorgen – LECKER !

Mit netten Worten und einem kleinen Gastgeschenk bedankten sich Vorsitzender Deppe und Oberst Bollhöfer beim Gastgeber, bevor es wieder hieß: „Sammeln zum Abmarsch“. In der Zwischenzeit war die Anzahl der Teilnehmer bereits auf 105 angestiegen – lag bestimmt an den Mettbrötchen.

Unser nächstes Ziel war das Besucherzentrum der coko Werk GmbH & Co. KG, im Ortsteil Holzhausen. Nach der herzlichen Begrüßung durch den geschäftsführenden Gesellschafter, Klaus Wilhelm Dreskrüger sowie den früheren Betriebsleiter und Schützenbruder Reinhard Spieker, gab es zunächst via Powerpoint viel wissenswertes über ein Industrieunternehmen zu erfahren, dessen Namen in Schötmarner sicher jeder kennt, aber ganz sicher nicht jeder weiß was es produziert.

Für den anschließenden Betriebsrundgang wurde die auf nun 115 Teilnehmer angewachsene Truppe aufgeteilt. In vier, von Klaus W. Dreskrüger, Prokurist Andreas Kleinelanghorst, IT-Leiter Sven Dreskrüger und dem Leiter im Bereich Werkzeuge, Holger Bollhöfer, geführten Gruppen ging es auf unterschiedlichen Wegen auf eine hoch interessante und kompetent geleitete Betriebsführung, an deren Ende noch eine Einladung zu Kaffee, Kuchen und Getränken, im Coko Besucherzentrum stand.

In seinem Schlusswort bedankte sich Klaus Dreskrüger für das Interesse der Schützen am Unternehmen und die vielen technischen Fragen die während der Führung gestell worden waren. Er überreichte dem Vorsitzenden einen Gutschein über ein Fass „helles“ für den bevorstehenden Abschluss, was mit Applaus und einem dreifach donnerden „Gut Schuss“ und „Horrido“ honoriert wurde.

Dann wurde das letzte Ziel dieses Bataillons-Schnatgangs angesteuert, der seinen Abschluss in deralbafand. Hier warteten die Salzufler Schützenkameraden Jörg Meninga und Stephan Schulte auf die Schnatgänger. Mit Krustenbraten vom Rost, Schnitzel, Kraut, Gratin und Salaten, hatten die beiden Chefköche die perfekt zur Jahreszeit passenden Speisen vorbereitet. Die gute Stimmung des Tages setzte sich auch am Abend, in der mit 150 Personen voll besetzten Kantine, weiter fort. Dort fand der  Btl.-Schnatgang 2.0 – bei netten Gesprächen, dem einen oder anderen Pils, Prosecco oder „Schübi“ – seinen gemütlichen Ausklang.

Nochmals vielen Dank an die Organisatoren, Sponsoren und Helfer, für einen rundum gelungenen Tag – GUT GEMACHT !!!

Bilder | M. Schüler | V.  Schreiber
Bericht | V .Schreiber

Mehr Bilder sicher auch demnächst auf der Seite unserer Salzufler Kameraden, unter: http://www.sg-salzuflen.de/start.htm

Schützen zeigten was in Schötmar möglich ist

Erlösspende an den Kinderschutzbund übergeben

Das 40. Osterfeuer in Schötmar war ein echtes Oster-Highlight („Hunderte zogen durch die Begastraße“, die LZ_kl berichtete). Die Schützengesellschaft Schötmar von 1732 e. V. hatte eine außerordentliche Resonanz auf den Osterumzug für Kinder zu verzeichnen. Die angekündigte Erlösspende der Keiler-Kompanie an den Kinderschutzbund Bad Salzuflen wurde nun der Schatzmeisterin Gitta Brandes durch Keiler-Zahlmeister Dominik Schüler übergeben.

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(v. l.) Kompanie-Zahlmeister Dominik Schüler übergibt DKSB-Schatzmeisterin Gitta Brandes den symbolischen Scheck über 700,- Euro. Der blaue Elefant (Maskottchen des DKSB) „freut“ sich genauso wie Kompaniebeauftragter Jens Matthiesen (hinten) über die gelungene Aktion der Schötmaraner Schützen.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass die Schötmaraner Schützen sich dem Thema Integration von Kindern und Familien angenommen haben. Als Kinderschutzbund sehen wir es als unsere Aufgabe an, für Chancengleichheit unter den Kindern und Jugendlichen mit zu sorgen, z. B. durch die Hausaufgabenhilfe für Schüler, in denen wir besonders auf die Vermittlung der deutschen Sprache Wert legen“, so Brandes. Die großzügige Spende der Keiler-Kompanie in Höhe von 700 EUR kommt diesen Aufgaben nun zugute.

Jens Matthiesen, der als Kompaniebeauftragter im Vorfeld des Osterfeuers neue Kooperationen für die Keiler-Kompanie aufgemacht hatte und vom Vorstand der Gesellschaft zu noch mehr beauftragt ist, erklärt: „Die Schützen haben in Schötmar immer eine gesellschaftliche Grundfunktion erfüllt. Themen wie soziale Integration, Stadtidentität und Freizeitgestaltung in der Stadtöffentlichkeit liegen ihnen sozusagen im Blut. In Zeiten wie unseren brauchen wir die Schützen mehr denn je. Wir glauben daran, dass sie als das, was sie heute noch immer sind, wieder wachsen können und in den nächsten Jahren ihre Rolle in der Stadt neu finden werden.“ Hierunter versteht Matthiesen auch die Suche nach Kooperationen mit anderen Initiativen und Organisationen, wie sie der Kompanievorstand der Schötmaraner Keiler-Kompanie jetzt mit dem Kinderschutzbund wieder aufgenommen hat. Wer mit den Schützen in Schötmar die Zukunft mitentwickeln möchte, findet die Schützengesellschaft Schötmar von 1732 e.V. im Internet oder beim nächsten Schützenfest im Juli, dann allerdings turnusmäßig wieder in Bad Salzuflen. Neue Schützen-Mitglieder sind hier herzlich willkommen.

Bild & Bericht | Michael Schüler, Presseoffizier