Schötmar hat wieder einen König

Hauptfeldwebel Sommerfeld auf den Schultern seiner Schützenbrüder. Am Schützenfestsamstag wird er die Regentschaft als Bernd II. übernehmen.

Bernd Sommerfeld beendet mit seiner „Zehn“ die zweijährige Vakanz auf dem Schötmaraner Thron. Die Schützengesellschaft  hat wieder einen König!

Kurz vor halb sechs am Samstagabend war es so weit. „Wir werden heute einen neuen König ausrufen“, zeigte sich Vorsitzender Uwe Deppe sichtlich erfreut und erleichtert. 56 Schützen hatten sich in die Teilnehmerliste eingetragen und an Königs- und Kronprinzenschießen teilgenommen. Einige sehr gute Zehner waren dabei erzielt worden, doch es war Bernd Sommerfeld, „Spieß“ der Kilians-Kompanie, der sich gegen die starke Konkurrenz durchsetzte.

„Über ihn freue ich mich ganz besonders“, fügte der Vorsitzende hinzu. „Denn er ist ein Schützenbruder, der sich seit vielen Jahren in unserer Gesellschaft engagiert.“

Auch um die Kronprinzenwürde wurde am Samstag gekämpft. Der Nachfolger seiner königlichen Hoheit Jürgen Fritz – in den vergangenen zwei Jahren erster Mann im Schützenvolk – wird jedoch erst auf dem Schützenfest vom 23. bis 26. Juni bekanntgegeben.

Bejubelt werden konnte dagegen schon der Ausgang des Schießens um den Bataillonspokals: Hier setzte sich die Schützengesellschaft Schötmar mit 872 Ring gegen die Schützengesellschaft Bad Salzuflen mit 832 Ring durch. Damit bleibt die eigentlich als Wanderpokal konzipierte Trophäe zum dritten Mal in Folge in Schötmar.

„Wir stellen ihn schnell zurück an seinen Platz, da sich drum herum schon Staub angesammelt hat“, scherzte Oberst Volker Schreiber. „Nächstes Jahr nehmen wir ihn aber gerne für ein paar Stunden mit auf den Obernberg, damit er mal etwas anderes sieht.“ Der Konter seine Amtsbruders Oberst Detlef Bollhöfer, ließ da nicht lange auf sich warten. Es sei gute Tradition, dass der Pokal, nach dreimalig aufeinander folgendem Gewinn, endgültig beim Sieger verbleibt und dieser einen neuen Pokal stifte. Neuer Pokal, neues Glück.

Als beste Einzelschützen dieses Wettkampfs wurden Volker Tacke (SG-Schötmar) und Fred Meier (SG- Salzuflen) mit je 91 Ring geehrt. Beim Kampf um den Hanna-Richter-Gedächtnispokal, zu dem zwölf Ex-Königinnen angetreten waren, setzte sich Ruth Müller durch, gefolgt von Doris-Rita Göbel und Waltraud Benkel.

Bericht  | Bilder M. Schüler